Aus dem Knochenmark stammende mesenchymale Stammzellen sind multipotent. Daher sind sie Gegenstand aktiver Forschung und klinischer Anwendungen, um Zellen für die regenerative Medizin zu gewinnen. Wenn Knochenmarkflüssigkeit oder Knochenmarkzellen in Petrischalen ausgesät werden, vermehren sich die mesenchymalen Stammzellen als adhärente Zellen. Auf diese Weise können mesenchymale Stammzellen von den nicht-adhärenten Blutzellen getrennt werden. In diesem Artikel berichten wir über die Ergebnisse der Fernüberwachung der Primärkultur von mesenchymalen Stammzellen mit dem Olympus Provi CM20 Inkubationsüberwachungssystem.
Im Handel erhältliche humane Knochenmarkzellen wurden auf einer 24-Well-Platte (Sumitomo Bakelite, Kat.- Nr. MS-80240) in einer Dichte von 950.000 Zellen/0,5 ml/Well unter Verwendung von Iscove's Modified Dulbecco's Medium (IMDM) mit Zusatz von 10 % fötalem Rinderserum (FBS) und 1 % Penicillin-Streptomycin ausgesät. Einmal pro Stunde wurden die Zellen mit dem CM20-System mit Autofokus erfasst. Da an Tag 4 der Kultur eine Proliferation der adhärenten Zellen beobachtet wurde, erfolgte die Überwachung nach dem Mediumwechsel für bis zu 6 Tage.
Kurz nach dem Aussäen
| Tag 4 (vor dem Mediumwechsel)
| Tag 4 (nach dem Mediumwechsel)
| Tag 6
|
Abbildung 1: Primärkultur von aus Knochenmark gewonnenen mesenchymalen Stammzellen. Die Pfeile kennzeichnen aus dem Knochenmark stammende mesenchymale Stammzellen.
Bei den meisten Zellen handelte es sich um Blutzellen. Unmittelbar nach dem Aussäen wurden keine mesenchymalen Stammzellen festgestellt. Am Tag 4 nach dem Aussäen waren jedoch mesenchymale Stammzellen mit der Morphologie eines Spindelkörpers zu erkennen. Anschließend wurde das Medium ausgetauscht, um die Blutzellen zu entfernen. Am Tag 6 nach dem Aussäen wurde festgestellt, dass die mesenchymalen Stammzellen zu einer großen Anzahl von Zellen proliferierten.
Die Primärkultur von aus Knochenmark gewonnenen mesenchymalen Stammzellen sollte so schonend wie möglich durchgeführt werden, bis adhärente Zellen auftreten. Erschütterungen, die bei der mikroskopischen Beobachtung oder dem Wechsel des Mediums auftreten können, sollten so weit wie möglich vermieden werden. Hier haben wir gezeigt, dass wir mit dem CM20-System die Zellen während der Inkubation ortsfern überwachen können. Durch den Einsatz des CM20-Systems konnten wir den Vorgang verkürzen und zum richtigen Zeitpunkt mit dem Rest des Experiments fortfahren.
Dieser Anwendungshinweis wurde unter Mitarbeit der folgenden Forscher verfasst:
Takahiro Yamaguchi, PhD, Principal Researcher, ACEL, Inc.
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